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03.10.2018 07:08 Uhr Alter: 15 Tage

Mit fair und bio erfolgreich


GR Markus Brandstetter, Manuela Diaz, Maria Irauschek (GF Weltladen), Andrea Reitinger (EZA)

Eine Kaffeebäuerin aus Mexiko auf Besuch im Weltladen Amstetten

Kleinbauernfamilien aus dem mexikanischen Chiapas und Oaxaca stehen hinter einem der erfolgreichsten Produkt des Fairen Handels: Kaffee Orgánico.

Als erster biologisch produzierter Kaffee aus Fairem Handel wurde er Beispiel gebend. Den Rohkaffee dafür importiert die EZA Fairer Handel seit 1988 direkt von den Kleinbauerngenossenschaften.

Sie profitieren von langjährigen und fairen Handelsbeziehungen und haben damit eine solide Lebensgrundlage. Aus Anlass dieses 30jährigen Jubiläums besuchte Manuela Díaz Méndez (Kaffeebäuerin und Mitglied bei der Genossenschaft ISMAM, Chiapas, Mexiko) die Weltläden in Österreich.

Manuela Díaz lebt in Mexiko in der Provinz Chiapas. Als Kaffeebäuerin bewirtschaftet sie drei Hektar Land und ihre Bio-Kaffeeernte kann sie über die Kooperative ISMAM zu fairen Bedingungen vermarkten. Seit 1995 ist sie Mitglied dieser Genossenschaft. Auf über 1.800 Meter lebt sie in dem kleinen Dorf San Antonio Miramar. Dort befinden sich auch ihre drei Hektar Kaffee an steilen Hängen. Zwischen dem Kaffee und im Garten wachsen noch verschiedene Früchte, darunter Kürbisse, Bohnen, Karotten bis hin zu Zitronen und Orangen, dazu hält sie noch einige Hühner und Truthähne, nicht nur für den Eigenbedarf, sie verkauft auch am lokalen Markt.

Sie bestellt ihre Kaffeepflanzung und den Garten natürlich vollkommen biologisch. Die gesamte Kooperative ISMAM mit ihren über 600 Mitgliedern arbeitet kontrolliert biologisch und nach den Kriterien des Fairen Handels, daher können wir hier in Österreich ihren hochwertigen Kaffee Orgánico genießen.

Zu uns kommt, importiert durch die Firma EZA Fairer Handel, nur die erste Qualität der Kaffeebohnen. Dafür erhalten die Kaffeebauernfamilien auch den Lohn der ihnen zusteht.

Zurzeit ist der Weltmarktpreis für den Arabica Hochlandkaffee soweit abgestürzt, dass man davon eigentlich nicht mehr leben kann. Aber der Faire Handel zeigt, dass es auch anders geht. Manuela Díaz ist Eigentümerin ihrer drei Hektar. Dies ist für Frauen nicht alltäglich. Allerdings ändert sich auch in Mittelamerika die Rolle der Frau und der Machismo wird weniger.

Wie kam Manuela Díaz nun zu ihrer Kaffeeparzelle? „Ich habe einige Jahre als Illegale in den USA gearbeitet und einen Teil des Geldes immer nach Hause geschickt“, erzählt Manuela. Als sie zurückkehrte waren die Überraschung und ihr Glück groß: „Mein Vater hat mit diesem Geld einen Kaffeegarten gekauft und ich wurde damit Mitglied der Kooperative!“

Wenn sie Anfang Oktober nach Hause kommt, beginnt die Kaffeeernte und sie freut sich nicht nur auf ihre Familie sondern auch schon darauf wieder erstklassige Kaffeebohnen – bio und fair – nach Österreich liefern zu können.

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