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Erdbeben in Österreich - ein Überblick

Die österreichische Chronik der Schadenbeben reicht bis zum Jahre 1201 n.Chr. zurück. Natürlich sind ältere Aufzeichnungen in den Chroniken mit großen Unsicherheiten behaftet und eine Interpretation gestaltet sich dementsprechend schwierig und aufwendig. Dennoch beinhalten diese Überlieferungen wertvolle Hinweise über das Ausmaß historischer Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterErdbebenkatastrophen. Die Bereiche Österreichs, die regelmäßig von Erdbeben betroffen sind, können schon anhand der Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterEpizentrenverteilung der gefühlten Erdbeben (Intensität 3°) erkannt werden. In der folgenden Abbildung sind alle Erdbeben auf österreichischem Staatsgebiet dargestellt, die in Österreich seit 1900 verspürt worden sind.

Bild: Österreichkarte mit Erdbebenvorkommen

Über 1500 gefühlte Erdbeben in Österreich seit 1900.

Hier zeichnen sich die seismotektonisch aktiven Störungszonen ab. Dazu zählen vor allem das Wiener Becken, die Mur-Mürztal-Störung - die zur Bildung des Wiener Beckens beiträgt - sowie die Inntal- und Lavanttal-Störung. Die Herdtiefe der meisten Erdbeben beträgt etwa 7- 8 km. Erdbeben geringerer Herdtiefe (1 - 4 km) ereignen sich hauptsächlich im östlichen Teil des Wiener Beckens und in der Böhmischen Masse, wie z.B. im Raum Pregarten (OÖ). Stärkere Erdbeben sind zwar selten in Österreich - es sind aber dennoch mehrere Erdbeben dieser Klasse seit dem Jahr 1201 bekannt.

Neulengbacher Erdbeben 1590 (Anklicken vergrößert)

 

Das sogenannte 'Neulengbacher Erdbeben' (siehe oberes Bild) am 15. September 1590 hatte auf die Bundeshauptstadt Wien die bisher stärksten Auswirkungen. Neben vielen Gebäudeschäden waren auch mehrere Todesopfer zu beklagen.Das letzte Erdbeben, das eine Epizentralintensität 8° aufwies und schwere Gebäudeschäden verursachte, ereignete sich am Abend des 8.Oktober 1927 in Schwadorf im Wiener Becken.

Die folgende Beschreibung bietet einen Überblick über das damalige Schadensausmaß:
"sämtliche Häuser beschädigt, Schulen, Pfarrhof, Haus Nr.32/33 (Gendarmerie), Kindergarten, Gemeindegasthaus und 10 weitere Gebäude teilweise irreparabel baufällig; beide Schornsteine und der Wasserturm der Baumwollspinnfabrik müssen abgetragen werden".

Aber auch Nachbarorte, wie Enzersdorf a.d. Fischa, waren betroffen: "oberes Ortsende, Richtung Schwadorf, ist ein Trümmerhaufen. Schornsteine, Dächer, ganze Häuser müssen abgetragen werden, jedes Haus zeigt deutliche Spuren des heftigen Erdbebens, sogar massive Neubauten weisen Sprünge an Decken und Wänden auf".

Man sieht also, daß Erdbeben in Österreich doch nicht so selten sind, wie oft vermutet wird. Andererseits darf man die Situation aber auch nicht überschätzen und ungerechtfertigte Dimensionen herbeibeschwören. Ein Erdbeben der Größenordnung von San Francisco (1906) oder Kobe (1995) wird es in Österreich schon aufgrund der geologischen Situation glücklicherweise nicht geben. Aber auch Erdbeben der Intensität 8 können für ein industrialisiertes Land wie Österreich großen Schaden bedeuten. Um mögliche Bauschäden durch Erdbeben in Österreich zu reduzieren, wurde die Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterÖNORM B 4015 für das Bauwesen eingeführt, die beim Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterÖsterreichischen Normungsinstitut (ON), Heinestr. 38, Postfach 130, A-1021 Wien erhältlich ist.

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