Aktuelles aus Amstetten

Projekt „StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt“ wird in Amstetten umgesetzt

Insgesamt 193 Frauen und 197 Kinder fanden 2020 Schutz in NÖ Frauenhäusern

Im Rahmen eines gemeinsamen Pressegesprächs stellten am Mittwoch, dem 14. Juli NÖ Gesundheits- und Soziallandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Bürgermeister Christian Haberhauer sowie Projektleiterin Ursula Kromoser-Schrammel vom Frauenhaus Amstetten das sozialraumorientierte Gewaltpräventionsprojekt „StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt“ vor.

 

 

 

Bürgermeister Christian Haberhauer, Ursula Kromoser-Schrammel (Leiterin Frauenhaus-Amstetten), Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig

Das Projekt wird an insgesamt 11 Standorten in Österreich durchgeführt. Für Niederösterreich wurde das Frauenhaus Amstetten für die Umsetzung des Pilotprojektes „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ ausgewählt.

„Gewalt in der Partnerschaft und häusliche Gewalt sind weit verbreitet und kommen überall und in allen sozialen Schichten, Communities und Religionen vor. Ziel des Projektes ist es daher, eine sensibilisierte Nachbarschaft aufzubauen, damit Gewalt an Frauen und Kindern keinen Raum mehr hat“, begrüßt Königsberger-Ludwig die Initiative.

„Mit dem Projekt „StoP“ kann langfristig der Partnergewalt an Frauen und Kinder entgegengewirkt werden. Daher begrüße ich es sehr, dass für Niederösterreich das Frauenhaus Amstetten für die Umsetzung des Pilotprojektes „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ ausgewählt wurde. Das Team des Frauenhauses wird das Projekt bestimmt mit großer Sorgfalt begleiten. Seitens der Stadt Amstetten stehen wir dem Projekt bzw. dem Frauenhaus gerne durch Integration in die Sicherheitsbesprechungen, bei Gesprächen und für den Aufbau von Netzwerken unterstützend zur Seite“, so Bürgermeister Christian Haberhauer.

Ursula Kromoser-Schrammel bringt es bei ihrer Projektvorstellung auf den Punkt: „Es geht darum hinzuschauen und nicht wegzuschauen. StoP will die Zivilcourage in der Bevölkerung stärken“, so die Leiterin des Amstettner Frauenhauses. Zunächst ist das Projekt räumlich auf einen Stadtteil beschränkt. „NachbarInnen sollen auf häusliche Gewalt in ihrer Umgebung sensibilisiert werden und im Idealfall soll man sich gemeinsam überlegen, wie man die Gewaltspirale unterbrechen kann“, so Kromoser-Schrammel. „Natürlich muss aber jeden von uns bewusst sein, dass man nicht immer helfen kann oder sich jeder/e helfen lässt. Aber eines ist sicher: Nachbarschaft kann Leben retten“, so die engagierte Frauenhaus-Leiterin. Dass Gewalt kein Kavaliersdelikt ist und die Bevölkerung dafür sensibilisiert werden muss, darüber waren sich abschließend alle Teilnehmer der Pressekonferenz einig.